Ein Blog für Gedanken
In meinem ersten Beitrag auf meinem ersten Blog dachte ich erkläre ich mal meine Gründe für diesen Blog und damit eigentlich auch den Sinn von diesem Blog.
Aber erstmal ein "Hallo" von mir! Ich hoffe auf eine schöne Zeit mit euch allen. :)
Kommen wir aber zum Thema. Nun, einer der vielen Gründe ist ein sehr typischer und simpler Grund. Langeweile. Einfach nur Langeweile. Ich habe relativ viel Freizeit und da ist es nicht untypisch Langeweile zu haben. Es ist aber nicht diese Art von Langeweile, die man einfach mit Fernsehen anmachen oder Buch aufklappen vertreiben kann. Es ist diese Langeweile, die gleichzeitig ein Bedürfnis ist etwas zu tun. Und nicht einfach etwas zu tun was man immer macht.
Man bekommt meist Lust etwas Neues zu entdecken, und in irgendeiner Weise produktiv zu sein.
Das ist direkt mit einem weiteren Grund verbunden. Neugier. Wie ist es wohl zu 'bloggen'? Oder erstmal was ist 'bloggen'? Kann ich das auch? Was bringt mir das? Was bringt das Anderen?
Einfache Fragen die einem bei jedem beliebigen Thema in den Kopf schießen würden. Es gibt manche die ignorieren diese Fragen, da sie sich diese so oft stellen, dass sie zum Alltag dazugehören. Andere beantworten sich erstmal eine oder zwei davon und wenn sie diese Antwort(en) nicht anspricht oder nicht weiter interessiert ist es auch wieder schnell vergessen. Aber sobald sie eine Antwort anspricht, ihr Interesse weckt kommen vllt mehr Fragen oder sie wollen die restlichen auch noch beantworten. Und je nachdem wie diese Antworten lauten handeln sie. Manche finden es ganz interessant, aber auch sie vergessen es wieder. Manche fangen einfach mal an Blogs zu lesen oder, wie es bei mir war, fangen sie an sich Gedanken darüber zu machen ob sie nicht selbst einen Blog erstellen sollen.
Ja, genau, Gedanken. Dieses Stichwort ist eine gute Überleitung zu meinem Hauptgrund. Meine Gedanken. Das mag etwas kurios klingen, aber hören sie zu.
Sie werden mit einem Thema konfrontiert. Egal, wie und wo sie damit konfrontiert werden. Ein Zeitungsartikel, ein Gespräch, egal ob sie es selbst führen oder mitbekommen, in einem Buch, oder auf der Arbeit, in der Schule, im Zug, oder in einem einfachen Lied, es gibt tausende von Möglichkeiten. Es ist auch egal wie wichtig dieses Thema ihnen in diesem Moment erscheint. Solange es irgendwo in ihren Gedanken hängenbleibt. Und auch wenn sie es erstmal vergessen schiebt es sich irgendwie in den Vodergrund ihrer Gedanken. Zum Beispiel in einem Moment der Langeweile. Ja, genau, Langeweile. Wenn einem langweilig ist denkt man über viele absurde Dinge nach. Und genau in diesem Moment der Langeweile schießt ihnen dieses Thema in den Kopf. Plötzlich ist es da und sie fangen an darüber nachzudenken. Schießlich haben sie ja eh Langeweile und wenn das Thema schonmal da ist, kann man ja auch darüber nachdenken. Warum denn nicht? Und dann denken sie darüber nach, bilden sich ein Meinung, ändern ihre Meinung doch wieder oder fragen sich was Andere dazu sagen. Und ehe sie sich vertan haben, ist es Abend und sie verbrachten fast den ganzen Tag damit über dieses Thema nachzudenken. Und jetzt haben so viele Gedanken zu diesem Thema gesammelt und möchten diese mit jemanden teilen.
Kennen sie nicht?
Gut, es geht auch anders, aber sie werden sehen es läuft auf das Gleiche hinaus.
Jeden Tag werden sie mit einer Situation oder eben einem Thema konfrontiert. Hierfür nehme ich sogar ein Beispiel. Sie fahren jeden Tag mit dem Zug und immer ist er völlig überfüllt. Menschen drängeln und quetschen sich wie es nur geht. Sie bekommen auch nie einen Sitzplatz und wenn ja ist es ein Wunder. Und jeden Morgen sehen sie diese arme alte Frau ein paar Meter neben sich stehen, welche sich kaum auf den Beinen halten kann. Und jeden Morgen regen sie sich auch wenn unterbewusst, oder auch nur für einen Moment über das verhalten der Menschen auf, welche einen Sitzplatz haben, diese arme alte Frau sehen, und sie einfach ignorieren. Die ersten zwei Minuten der Fahrt regen sie sich in Gedanken immer auf, denken daran sich bei einem guten Freund oder Freundin sich darüber zu beschweren und ihre Meinung einzuholen. Aber dann schweifen sie ab, zu ihren eigenen Problemen oder zu diesen Themen welche sich gerade in den Vodergrund ihrer Gedanken drängen und schon bald haben sie die alte Dame vergessen. Dann steigen sie aus und lassen ihre Wut und ihre Gedanken zur alten Dame, alle hinter sich im Zug. Im folgenden Tag gibt es auch wieder mehrere Möglichkeiten. Entweder denken sie wirklich nicht mehr an die alte Dame, da es ja schließlich wichtigere Sachen gibt. Arbeit, Schule, Familie etc. Oder es gibt einem Moment, wo sie wirklich wieder an die Dame denken, während dem Arbeiten oder Ähnliches, aber sie haben einfach keine passende Person der sie es erzählen könnten, oder sie haben die Möglichkeit es jemanden zu erzählen, aber plötzlich kommt ihnen dieser Gedanke so unwichtig vor, vielleicht sogar absurd, und so versteckt sich dieser Gedanke über die alte Dame in eine der vielen Ecken ihres Gedächtnis. (Bei dieser Stelle musste ich lachen, weil ich mir vorgestellt habe wie sich eine mürrisch schauende Oma in einer Ecke meines Kopfes sitzt und Sachen wie "Die Jugend von heute", " kein Respekt vor alten Menschen" etc vor sich her murmelt. Okay, das klingt auch ein wenig gruselig, aber machen wir weiter.) Und dann kommt die Zugfahrt zurück und auch wenn die Oma nicht im Zug ist, denken sie über sie nach. Vielleicht vergessen sie sie auch wieder, aber vielleicht verfolgt ihnen dieser Gedanke diesmal bis nachhause. Und da sitzen sie nun und haben niemanden dem sie es erzählen können.
Kennen sie nicht?
Ich schon. Ich kenne es. Diese Gedanken habe ich jeden Tag, jeden Abend und in jedem Moment meiner Langeweile. Nicht unbedingt über die Oma. Aber ich habe Gedanken, Gedanken die mich teilweise nicht loslassen.
Und hier bin ich nun und starte einen Blog für meine Gedanken.
Puh der Text ist um einiges länger geworden als geplant. Respekt für alle, die bis zum Ende gelesen haben, aber das es mein erster Beitrag ist sollte ich eher sagen, Respekt an alle die es überhaupt lesen.
Aber die Leserzahl ist mir egal, ich bin einfach froh irgendwo meine Gedanken loswerden zu können. Trotzdem freue ich mich natürlich über jeden den ich mit diesen Beiträgen eine Zeit die Langeweile vertreiben konnte.
anchan am 18. Januar 15
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